Der Schlüssel für gutes Altern: ein hoher Stellenwert der sozialen Kontakte Interview mit Alan Vinot, Geschäftsführer der Association Fondation Bompard

☀ Dieser Artikel wurde von CONSEIL DÉPARTEMENTAL DE LA MOSELLE Anne Laure veröffentlicht ☀

In dieser Woche finden Sie hier ein Interview, das Senior Activ’ mit Alan Vinot geführt hat, der den Trägerverein von Alten- und Pflegeeinrichtungen Association Fondation Bompard leitet.
In dem Interview mit Senior Activ’ geht er auf die Frage ein, wie gutes Altern zu Hause und in spezialisierten Einrichtungen möglich ist.

Die Association Fondation Bompard (A.F.B.) ist ein gemeinnütziger Trägerverein im medizinisch-sozialen Bereich, der nach elsässisch-lothringischem Lokalrecht gegründet wurde und seinen Sitz in Novéant-sur-Moselle hat.

Die A.F.B. hat den Auftrag, „sich der Bedürfnisse von Menschen aller Altersgruppen anzunehmen, die von einem Autonomieverlust betroffen sind, sie zu betreuen und sich darüber hinaus auch um die Bedürfnisse der Hilfspersonen zu kümmern“ (ebd.). Sie fungiert als Trägerverein mehrerer Einrichtungen, in denen behinderte und/oder ältere pflegebedürftige Menschen betreut werden. Die A.F.B. bietet auch zahlreiche ambulante Dienstleistungen an, z. B. häusliche Pflege oder auch Hilfen beim Umbau der Wohnung im Hinblick auf die mit einem möglichen Autonomieverlust zusammenhängenden Herausforderungen.

Senior Activ’ fragte Alan Vinot nach den häufigsten Problemen, die dazu führen, dass ältere Menschen in eine Pflegeeinrichtung umziehen müssen, nach den Bedingungen für gutes Altern und nach den Schlussfolgerungen, die aus der Covid-19-Pandemie zu ziehen sind.

Laut Alan Vinot ist der Hauptgrund für eine Aufnahme alter Menschen in eine Pflegeeinrichtung der Verlust an Autonomie. Heute gibt es eine ganze Reihe von Angeboten (häusliche Betreuung, häusliche Pflege etc.), um möglichst lang im eigenen Zuhause bleiben zu können. Zur Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung kommt es aufgrund eines häufig gravierenden Autonomieverlusts durch einen Unfall, eine problematische Situation nach einem Krankenhausaufenthalt oder eine schnell fortschreitende Demenz.

Gutes Altern in den eigenen vier Wänden wird jedoch für immer mehr Menschen möglich. Es gibt bereits eine Vielzahl von Dienstleistungen zur Begleitung der Senioren und von Angeboten, die es ihnen ermöglichen, ihre Wohnung entsprechend umzubauen. Außerdem kommen zahlreiche Technologien und Innovationen auf den Markt, die von Menschen mit einem Autonomieverlust genutzt werden können. Die A.F.B. setzt sich dafür ein, dass alle Zugang dazu erhalten.

Für das Leben im eigenen Zuhause spielen Hilfspersonen eine wichtige Rolle. Alan Vinot betont, dass deren Begleitung von grundlegender Bedeutung ist: Das Wohlbefinden eines alten Menschen hängt auch stark vom Wohlbefinden seiner Hilfsperson ab. Er erklärt, dass es Beratungs- und Unterstützungsangebote für Angehörige gibt, aber auch Fortbildungen, die den Hilfspersonen Informationen zu bestimmten Krankheitsbildern vermitteln, damit sie deren Besonderheiten besser verstehen können.

Für Alan Vinot sind soziale Kontakte, kognitive Anregungen und der Austausch mit anderen Menschen unverzichtbar für gutes Altern. In den Einrichtungen der Association Fondation Bompard beobachtet er, dass der Austausch mit anderen Menschen von grundlegender Bedeutung ist und Interaktionen, geselliges Miteinander und soziale Kontakte wichtige Faktoren für gutes Altern sind.

Er ist überzeugt davon, dass sich die Einrichtungen ständig neu an die Bewohner anpassen sollten und die Betreuung individuell gestaltet werden muss. Seiner Ansicht nach ist es notwendig, die Bedürfnisse stets im Blick zu behalten und auf sie einzugehen. Für ein gutes Altern muss für jeden Einzelnen ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt werden. Daher müssen die Einrichtungen für die Mittel sorgen, mit denen es möglich ist, auch für hilfs- oder pflegebedürftige Personen Ziele wie gesellschaftliche Teilhabe und soziales Leben zu erreichen.

Abschließend weist Alan Vinot darauf hin, dass die Pandemie in diesem Bereich neue Perspektiven eröffnet hat. Er betont und lobt die große Solidarität und Einsatzbereitschaft der Einrichtungen und Pflegekräfte und die enorme Unterstützung seitens der Angehörigen.
Mit anderen Worten: Für Alan Vinot ist der Faktor Mensch der Schlüssel des Erfolgs.

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